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Alternative Antriebe und Kraftstoffe Ein Problem des Straßenverkehrs sind die vielen umwelt- und klimaschädlichen Abgase sowie die hohe Belastung durch CO2-Emissionen beim Fahren mit Benzin oder Diesel. Alternativen zu den herkömmlichen Treibstoffen können die Sicherheit der Energieversorgung verbessern und die Treibhausgas-Emissionen verringern. Zwar wurden in den letzten Jahren einige vielversprechende alternative Energieträger entwickelt und zum Teil auch zur Serienreife gebracht, die Etablierung auf dem Fahrzeugmarkt ist aber nie gelungen. Dies liegt auch daran, dass es Fahrzeuge mit alternativem Kraftstoff oder Antrieb ohne Einschränkungen oder einzugehende Kompromisse nicht gibt. Biodiesel Biodiesel besteht aus mit Methanol veresterten Fettsäuren, dem Rapsölfettsäure-Methyl-Ester (RME) und zählt zu den sogenannten Biokraftstoffen. Bei der Verbrennung im Motor werden im Gegensatz zu herkömmlichen Dieselkraftstoff die CO- und CH-Emissionen reduziert, der NOx-Anteil steigt aber. Jedes Dieselfahrzeug könnte mit Biodiesel fahren, allerdings erhalten die meisten Fahrzeuge mit serienmäßigem Partikelfilter keine Freigabe. Biodiesel wird derzeit bis zu sieben Volumenprozent dem normalen Dieselkraftstoff beigemischt. Brennstoffzelle Siehe unter
Erdgas ist momentan der umweltfreundlichste fossile und insgesamt der
wirtschaftlichste Kraftstoff. Das Reduktionspotential bei den Emissionen
wird durch Bio-Erdgas sogar noch größer.
Ethanol
gehört zu den Biokraftstoffen und wird aus zucker-, stärke-
oder cellulosehaltigen Pflanzen hergestellt. Als E5 und E10 wird Ethanol
den normalen Benzinen beigemischt. Es ist zwar als Reinkraftstoff E100
verfügbar, wird in Deutschland momentan aber nur als Mischkraftstoff
E85 für Fahrzeuge angeboten. Flüssiggas (LPG) Flüssiggas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Öl-
und Gasförderung sowie in Raffinerien anfällt. Das Fahren mit
Flüssiggas hat geringe umweltrelevante und bietet einige wirtschaftliche
Vorteile gegenüber Benzinfahrzeugen. Pflanzenöl Der Pflanzenölkraftstoff gehört zu den Biokraftstoffen, die aus Ölpflanzen gewonnen werden. Aufgrund seiner höheren Viskosität erhöht sich der Durchflusswiderstand in Kraftstoffleitungen und Einspritzanlage, weshalb ohne Modifikationen nur wenige Dieselmotoren mit Pflanzenöl betrieben werden können. Hauptsächlich wird dieser Kraftstoff für Landmaschinen oder einige wenige Lkw verwendet.
Hybrid- und Elektrofahrzeuge haben gespeist mit Strom aus erneuerbaren
Energien mit geringen Belastungswerten das Potential, die CO2-Emissionen
im Straßenverkehr deutlich zu reduzieren. Molekularer Wasserstoff ist brennbar und könnte als Kraftstoff anstelle von Benzin verwendet werden. Dieses Konzept wurde lange von BMW verfolgt, inzwischen jedoch aufgegeben. Statt dessen entwickeln die meisten Automobilhersteller einen Antrieb auf Basis einer Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird. Die Brennstoffzellen funktionieren wie kleine Kraftwerke, die ihre Energie direkt im Fahrzeug erzeugen und an einen Elektromotor weitergeben. Die Reaktion von Wasserstoff und Luftsauerstoff hinterlässt dabei nichts als Wasserdampf. Der Vorteil gegenüber Elektro-/Stromfahrzeugen ist, dass das Aufladen eines Akkus entfällt, sondern nur Wasserstoff nachgetankt werden muss. Die größten Probleme stellen die energieaufwendige Herstellung des Wasserstoffs dar, die Größe und das Gewicht der technischen Anlagen sowie der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes. |
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