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Globale CO2-Emissionen und Klimawandel Die Treibhausgase stellen den Treibhauseffekt und somit das Leben auf der Erde sicher. Durch den ständig größer werdenen Anteil der anthropogenen Emissionen ist zu befürchten, dass der positive natürliche Effekt negativ beeinflusst wird und zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Temperatur in der Erdatmosphäre führt. Ohne einen von Natur aus existierenden Treibhauseffekt würde die Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht bei plus 15, sondern bei minus 18 Grad Celsius liegen. Neben dem natürlichen gibt es noch den anthropogenen Treibhauseffekt, bei dem durch den Menschen Treibhausgase, die auch auf natürliche Weise in der Atmosphäre existieren, sowie auch neue Gase zusätzlich in die Atmosphäre gelangen. Das wichtigste klimarelevante Gas ist das Kohlenstoffdioxid, dessen atmosphärische Konzentration vom Beginn der Industrialisierung bis heute bereits um gut 36 Prozent gestiegen ist. Deshalb gilt die umfassende Reduktion des CO2 als globale Herausforderung. Natürlicher Klimawandel Der Klimaverlauf der Erdgeschichte lässt sich für die letzten 650.000 Jahre relativ genau rekonstruieren, für frühere Zeiträume fehlen zuverlässige Daten. Die größeren Klimaveränderungen bis zur Industrialisierung gehen auf die Veränderung der Anteile von Treibhausgasen und Feinstaub in der Erdatmosphäre zurück. Als Ursache hierfür gelten der starke Vulkanismus, die Schwankungen in der Sonnenstrahlung durch periodisch aufretende Veränderungen der Erdumlaufbahn sowie der von der Erdoberfläche reflektierte Anteil der Sonnenstrahlung. Diese Faktoren beeinflussten den Wärmehaushalt und ließen die CO2-Konzentration in diesen letzten 650.000 Jahren zwischen 100 und 300 Teilen pro Million Volumenanteil (ppmV) schwanken. Anthropogene Emissionen und steigende Konzentrationen Mit dem Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert haben sich Zusammensetzung und Konzentration der Treibhausgase nachhaltig verändert. Die CO2-Konzentration ist seit dem kontinuierlich auf inzwischen 390 Teile pro Million Volumenanteil, der Methan-Anteil von 730 auf 1.741 sowie der Lachgas-Anteil von 270 auf 312 Teile pro Milliarden Volumenanteil gestiegen. Gase wie Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, Schwefelhexfluoride oder Perfluorcarbone, die in der natürlichen Zusammensetzung der Atmosphäre überhaupt nicht vorkommen, sind hinzugekommen. Die atmosphärische CO2-Konzentration ist seit dem Jahr 1750 um etwa 36 Prozent gestiegen, alle Treibhausgase erreichen die höchsten Werte seit mindestens 800.000 Jahren. Der unaufhaltsame globale Anstieg der CO2-Emissionen
Die Hauptursache für den weiter anhaltenden Anstieg der CO2-Emissionen ist der stetig größer werdende Anteil in den Schwellenländern. Während in den Industrieländern die Emissionen weitgehend sinken, steigen sie vor allem im asiatisch-pazifischen Raum mit den Vorreitern China oder Indien fast schon dramatisch an. An dieser Entwicklung sind aber auch die Industrieländer beteiligt, die ihre Produktion von Konsumgütern in diese Länder auslagern und somit einen Beitrag zu den steigenden Emissionen leisten und ihre eigenen CO2-Reduktionen untergraben.
Die globale Erwärmung Fest steht, dass das Klima auf der Erde immer wieder Schwankungen unterliegt und keinen einheitlichen Verlauf aufweist. Fest steht auch, dass sich seit der Industrialisierung die Zusammensetzung der Treibhausgase in der Atmosphäre überproportional verändert hat. Die entscheidende Frage ist, welche Auswirkung diese Änderung in der CO2-Konzentration auf die globalen Temperaturen hat. Nach Untersuchungen der Intergovernmental Panel on Climate Change wirken die erhöhten Treibhausgase wie ein ergänzender Wärmespeicher, der in den letzten 100 Jahren die untere Erdatmosphäre um gut 0,74 Grad Celsius (0,74 °C ± 0,18 °C) erwärmt hat. Nach derzeitigen Klimamodellrechnungen wird vermutet, dass sich die Weltmitteltemperatur weiter um ein bis sechs Grad erhöhen wird. Folge wäre, dass große Eisflächen auftauen und der Meeresspiegel, der sich in den letzten 100 Jahren bereits um 10 bis 25 Zentimeter erhöht hat, weiter steigt. Dies wiederum könnte in Küsten- und Flussdeltagebieten zu großflächigen Überflutungen führen. Weitere Auswirkungen der Erderwärmung auf das Klima zu prognostizieren ist bei der Vielzahl der möglichen Faktoren, Vernetzungen und Rückkopplungen der äußerst komplizierten Klimamechanismen sehr schwierig. Vor allem bei Folgeszenarien wie großen Dürren, extremen Wetterereignissen oder Verschiebungen von Klimazonen ist der Faktor Spekulation sehr hoch. |
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