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Smog und Ozon - Ein europaweites Problem Als Smog wird die Verunreinigung der Luft durch Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub bezeichnet, die im Zusammenwirken mit Nebel oder unter Sonneneinwirkung und meist bei Inversionswetterlagen auftritt. Die Belastung der Luft mit Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen ist zwar generell rückläufig, der Kampf gegen gesundheitsschädigenden und umweltgefährdenden Sommersmog erfordert aber weiterhin in ganz Europa weitgreifende Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität. Die Entstehung von Smog und Ozon
Auswirkungen auf die Gesundheit Ozon ist ein sehr reaktionsfreudiges und aggressives Reizgas, das in
hohen Konzentrationen tierische, pflanzliche und menschliche Zellen angreift.
Als Folgen können beim Menschen Augenbrennen, Halskratzen, Schmerzen
beim Einatmen, Druckgefühle im Brustbereich oder Husten auftreten.
Außerdem wird die Lungenfunktion und die körperliche Leistungsfähigkeit
eingeschränkt. Seit September 2003 gelten folgende Schwellenwerte
in der Europäsichen Union: Maßnahmen zur Ozon-Reduktion Die komplizierten Mechanismen der Ozonbildung haben zur Folge, dass die Massnahmen zur Bekämpfung nicht so rasch greifen wie bei anderen Luftschadstoffen. Lokale und zeitlich begrenzte Maßnahmen sind ein wenig wirksames Instrument, um Spitzenwerte abzusenken, da die Ozonwerte stark von Witterungs-, Temperatur- und Windverhältnissen beeinflusst werden. Besonders wichtig ist eine effektive Reduzierung des Grundpegels von bodennahem Ozon. Dies erfordert eine markante Verminderung der Stickoxid-Emissionen (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) um rund 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Stand in der Mitte der 1980er Jahre. Dieses Ziel ist nur mit dauerhaft wirksamen und europaweiten Maßnahmen zu erreichen. Potenziale zur Verringerung der Vorläufer-Emissionen liegen in den Bereichen Verkehr und Industrie. Faktoren der Ozonbelastung in Bodennähe Die Ozonbelastung am Boden steht immer im direkten Zusammenhang mit den atmosphärischen Vorkommen und setzt sich aus vier Quellen zusammen, die auch hunderte Kilometer entfernt ihren Ursprung haben können. Natürliches Ozon entsteht in der Stratosphäre in gut 20 Kilometer Höhe. Nur ein Teil gelangt in die bodennahen Luftschichten, wo es die Quelle für die natürliche Ozonbelastung ist. Das Hintergrund-Ozon in der freien Troposphäre in gut 1.500 bis 2.000 Metern Höhe wird auch als kontinentale Belastung bezeichnet und entsteht vor allem durch den Ausstoß an NOx und VOC. Seine Konzentration hat sich seit den 1950er Jahren mehr als verdoppelt.
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